Erntefeld

Brotgetreide-Ernte 2026

Die Ausgangsbedingungen bei der Aussaat des Wintergetreides im Herbst 2025 waren zunächst überwiegend günstig und die ausreichende Bodenfeuchtigkeit der Wintermonate bewirkte eine gute Entwicklung der Bestände. Ab März verschlechterten jedoch regionale Trockenperioden die Vegetationsbedingungen und der Juni mit Rekordtemperaturen rund um die 40°-Marke führte zu Hitzestress, Unterbrechung der Kornfüllungsphase und vielerorts beschleunigter Abreife des Getreides. In den meisten Bundesländern wurde die Ernte daher vor- und frühzeitig bereits im Juli gestartet und abgeschlossen – mit im Ergebnis schwachem Durchschnitt bei Mengen und Erträgen.

Beim Weizen liegt die Erntemenge mit rund 20,5 Mio.t auf halbem Wege zwischen dem sehr schwachen Ergebnis von 2024 (18,2 Mio.t) und der sehr guten Ernte von 2025 – und damit etwas unter dem langjährigen Mittel. Bundesweit wurden 2026 durchschnittlich 72,6 dt/ha Winterweizen geerntet – deutlich weniger als im Vorjahr (79,0) bzw. im langjährigen Mittel (75,0). Die regionalen Witterungseinflüsse spiegeln sich zudem in großen Unterschieden bei den Ertragsverlusten gegenüber dem Vorjahr wider.

Beim Roggen ist die Anbaufläche weiter gesunken: Die nun nur noch 516.700 ha sind fast 20% weniger als noch zu Beginn der 2020er Jahre. Die Erntemenge als „Funktion“ aus Fläche x Ertrag ist 2026 mit 2,87 Mio.t sowohl vom Vorjahr als auch vom langjährigen Mittel mit ihren jeweils mehr als 3 Mio. Tonnen weit entfernt – es steht aber bundesweit ausreichend Brotroggen für Müllerei und Backgewerbe zur Verfügung.

Ausführliche Daten und Fakten zu den Ernteergebnissen und -qualitäten, erste Hinweise für Bäckerprofis sowie ein Fachinterview zum Thema „Ballaststoffe“ gibt es im "MEHLreport" (Ausgabe 36, September 2026) in der Mediathek.




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