Wissen, Verständnis und Vertrauen sind die Grundlagen, um in stufenübergreifenden Gesprächen innerhalb der Getreidekette erfolgreich Qualitätssicherung zu fördern. Dazu liefert das neue GMF-Heft anschaulich aufbereitete Fakten und aktuelle Daten. Denn gerade bei der Qualitätssicherung klappt das "Miteinander" erfahrungsgemäß umso besser, je größer Rohstoffkenntnisse und Verständnis fachlicher Zusammenhänge sind. Das neue Heft kann in Einzelexemplaren kostenlos bestellt werden: GMF, Kennwort „Mehlwissen“ Postfach 30 01 65, 53181 Bonn Fax: 0228 / 47 97 559 E-Mail: info@gmf-info.de
Das 16-seitige, farbig bebilderte Heft ist daher gleichermaßen interessant für Lehrkräfte an Berufsschulen wie für Ausbilderinnen und Ausbildern in Betrieben - oder auch als kompaktes „Update“ fürs Backstuben-Know-how. Zu jedem der drei Fachthemen bietet die GMF auf ihren Internetseiten ergänzende Sachinformationen, interaktive Arbeitshilfen und – für die Azubis – Lernversuche mit weiteren Weblinks an.
Das sind die Themen:
Vorteige und „Führungskompetenz“
„Die Beherrschung dieser Techniken hat für die Qualitätssicherung bei Brot und Brötchen große Bedeutung“, schreibt Wilhelm Jung, Vorsitzender des Ausschusses für Ausbildung der Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung, in seinem Vorwort. Und er ergänzt aus seiner Sicht als Berufsschullehrer: „Learning by Doing – in diesem Sinne helfen die in diesem Heft vorgestellten Ansätze, fachliches Wissen und Kompetenz für Vorteile mit Vorteigführungen der nächsten Bäckergeneration zu vermitteln.“
Bezugsbedingungen:
Vollkorn & Co.
In den Leitsätzen des Deutschen Lebensmittelbuchs werden Merkmale von Lebensmitteln beschrieben, zu "Vollkorn & Co." hauptsächlich in den Leitsätzen für Brot und Kleingebäck. Wir haben die wichtigsten Aussagen dazu zusammengestellt. Außerdem die diesbezüglichen Anforderungen aus der Typenregelung nach DIN sowie Hinweise für "Vollkornbäcker", welche die sorgfältige Prüfung bei nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben betreffen: als GMF-FachInfo hier zum Download.
Ausbildungsbausteine "Backen können!"Wissensvermittlung fürs praktische Backen in der betrieblichen und schulischen Ausbildung Die Ausbildungsbausteine liefern Ideen, praktische Aufgaben und Internet-Surftipps, wie "Backen können" nach den Inhalten des neuen Ausbildungsrahmenplans bzw. in den Lernfeldern des aktuellen Rahmenlehrplans für den Bäckerberuf vermittelt werden kann - interessant, handlungsorientiert und interaktiv ergänzt mit Internetmodulen. Im Mittelpunkt der Ausbildungsbausteine stehen die zentralen Rohstoffe des Bäckers: Mehle und Schrote - und wie man mit ihnen richtig umgeht. Denn bei praxisbezogenen Ausbildungsberufen wie dem Bäckerhandwerk kommt es ganz besonders auf diese handlungsorientierte Vermittlung von Wissen für die Auszubildenden an: "Learning by Doing" lautet dort die Devise. Deshalb verzichten die Ausbildungsbausteine mit Absicht weitgehend auf theoretische, fachwissen-schaftliche Erklärungen. Vielmehr soll den Lehrlingen über das Herstellen, Begreifen, Sehen, Kauen, Schmecken und Riechen bewusst werden, welche Grundlagen hinter dem praktischen Know-how stehen, das sie in der Backstube brauchen - ausgehend von den Rohstoffen und ihren Qualitäten. Dazu gehört bei vielen Ausbildungsinhalten auch, ein "Gefühl" für den Umgang mit Rohstoffen, die Arbeitsabläufe und die Qualität der hergestellten Produkte zu bekommen: Mit praktischen Lernversuchen, die im Ausbildungsbetrieb für den zukünftigen Berufsalltag "Aha-Erlebnisse" vermitteln und gleichzeitig die Brücke zu den Lernfeldern in der Berufsschule schlagen. Das sind die Themen:
Die Ausbildungsbausteine umfassen pro Thema jeweils eine Fachinfo-Seite für die Ausbildenden und eine Praxis-Seite für die Azubis. Sie erschienen zuerst als Serie unter dem Titel "Ausbildung konkret" im BÄKO-magazin, dem Kooperationspartner der GMF bei diesem Projekt. Jetzt liegen sie gesammelt als 16-seitiger Sonderdruck vor. Bezugsbedingungen: In Einzelexemplaren kostenlos bei der GMF zu bestellen unter Kennwort "Backen können" oder hier zum Download. Darüber hinaus gibt es im Internet zu jedem Thema umfassende Informationsangebote mit interaktiven Elementen: Ausbildung konkret
Fachkunde "Getreide, Mehl und Schrot"Fachinformationen zum Qualitätsmanagement im BackgewerbeWissen, Verständnis und Vertrauen sind die Grundlagen, um in Stufen übergreifenden Gesprächen innerhalb der Getreidekette erfolgreich Qualitätssicherung zu fördern. Die in dem neuen GMF-Fachkundeheft "Getreide, Mehl und Schrot" zusammengefassten Beiträge sollen in diesem Sinne nicht nur die viel zitierte Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis schlagen, sondern auch zu mehr Kommunikation zwischen den einzelnen Produktstufen der Getreidekette anregen - z.B. Stichwort: Rückverfolgbarkeit. Das "Miteinander" klappt erfahrungsgemäß umso besser, je größer Kenntnisse und Verständnis der Zusammenhänge sind. Deshalb wird unter dem Motto "Vom Rohstoff zur Backqualität" das Know-how zu den vier wichtigsten Getreidearten auf 28 Seiten dargestellt: Basisinformationen für einen qualitätsorientierten fachlichen Dialog zwischen Bäckern und Müllern über den Rohstoff Nummer Eins - Getreide & Mahlerzeugnisse. Im Mittelpunkt stehen natürlich Weizen und Roggen, aber auch zu Hafer und Gerste gibt es Informationen, vor allem im Hinblick auf ihre Verwendung in Mehrkorngebäcken. Das sind die Inhalte nach Kapiteln:
Zu jedem Kapitel werden ergänzende Surftipps gegeben und weiterführende Informationsquellen angeboten. Bestellung von Einzelexemplaren kostenlos bei der GMF, Kennwort/Betreff "Fachkundeheft": Postfach 300165, 53181 Bonn, Fax (0228) 4797559, e-Mail: info@gmf-info.de.
"BerufsMagazin" der GMF:Qualität ist ihr täglich BrotIn dem 28-seitigen Magazin werden acht Berufsbilder auf dem Weg vom Saatgut zur Semmel vorgestellt. Denn es ist wichtig, das Wissen zu vermitteln, wo unsere Lebensmittel herkommen und wer etwa dafür sorgt, dass unser täglich’ Brot frisch auf den Tisch kommt. Die beispielhaften Reportagen in diesem Heft zeigen anschaulich, wie Fachleute mit ihrem Können und Know-how - vom Feld über die Mühle bis zur Backstube - für die weltweit unerreichte Vielfalt und Qualität des deutschen Brotes sorgen. Im Blickpunkt: Der Mensch im Beruf
Im Mittelpunkt der Reportage-Serie stehen die Menschen mit ihren Berufen, die tagtäglich an der Qualität arbeiten: 1. Der Getreidezüchter: Josef Breun (Herzogenaurach) Wertvolles Getreide durch präventive Pflanzenmedizin 2. Der Landwirt:Theo Brauweiler (St. Augustin) Balanceakt zwischen Ökonomie und Ökologie 3. Der Getreide-Einkäufer: Adolf Friedrich Wenzel (Neuss) Der Mann am Markt mit Riecher und Rechner 4. Der Laborleiter und Versuchsbäcker: Georg Böttcher (Braunschweig) Mit dem Lehrer ins Labor - Mehl unter der Lupe 5. Der Müller: Christian Biegert (Lahr) Der Steuermann für Mehle nach Maß 6. Der Mehl-Expedient: Gerhard Sielaff (Köln) Vom Telefon zum 40-Tonner - Mehl auf Tour(en) 7. Der Handwerksbäcker: Randolph Welsch (Bad Honnef) Ein Brotbäcker mit Laib und Seele 8. Der Großbäcker: Peter Lüthje (Ratingen) Organisationstalent für Backen im großen Stil Eine spannende Bild(ungs)-Geschichte Das GMF-BerufsMagazin soll die Betriebe der Brotgetreide-Wirtschaft dabei unterstützen, in der Öffentlichkeit deutlich zu machen, was sie für die Qualität unseres täglichen Brotes alles tun - für viele Bundesbürger heute eine (zu?) selbstverständliche Sache. Die Reportagen zeigen in Wort und Bild, wie sich die Aufgabe "Qualität" durch die Berufe zieht. Das Heft dient gleichzeitig als Wegweiser zu Medien und Unterrichtshilfen rund um das Thema mit Materialhinweisen, Info-Adressen und Internet-Verweisen. In Einzelexemplaren kostenlos bei der GMF zu bestellen unter Kennwort "BerufsMagazin". Die Kurzfassungen der acht Reportagen finden Sie auch als PDF-Datei zum downloaden hier. Zum Seitenanfang
Mutterkorn im Roggen?Immer wieder sind Lebensmittel von Schreckensmeldungen in den Medien betroffen: Diesmal traf es Brot und Backwaren: In bekannter "Spiegel"-Manier wurde das Thema "Mutterkorn: Killer im Roggen" als Horror-Szenario aufgemacht - und von einigenAgenturen und Tageszeitungen (leider zunächst unkritisch) übernommen. Wie so häufig bei entsprechenden Medienberichten ist zwar ein kleines (Mutter-) Körnchen "Wahrheit" dran... ABER: Zum einen waren die als "aktuell" zitierten Untersuchungsergebnisse "Schnee von gestern", sie bezogen sich nämlich auf die Ernte 2003, zum anderen wurde das tatsächliche Gefahrenpotenzial völlig ungerechtfertigt und überzogen dargestellt. Hier finden Sie eine Klarstellung sowie die objektive Einschätzung aus Expertensicht:
Deutsches Roggenmehl stellt kein gesundheitliches Risiko für die Bevölkerung dar. Schon immer gehörte es zu den Hauptaufgaben verantwortungsvoller Getreidemühlen, möglicherweise mit Mutterkorn belastete Getreidepartien zu erkennen und sicher von der Verarbeitung auszuschließen. Neueste Untersuchungsergebnisse an Roggen und Roggenmehlen der diesjährigen Ernte haben gezeigt, dass die Mutterkorngehalte auf einem so niedrigen Niveau liegen, dass gesundheitliche Gefährdungen praktisch auszuschließen sind. Das gilt auch für Risikogruppen wie Schwangere, stillende Mütter und Kleinkinder. Durch vertragliche Vereinbarungen mit den Getreidelieferanten und umfangreiche Untersuchungen vermeidet die Mühlenwirtschaft bereits die Annahme von belastetem Getreide (Stichwort: Besatzanalyse). Eventuell vorhandene Kleinmengen von Mutterkorn-Besatz (unter 0,05% Mutterkorn im Getreide) werden durch die in den letzten Jahren kontinuierlich verbesserten, optimierten Reinigungsverfahren weitestgehend minimiert. Verfahrenstechnisch werden Mutterkörner durch den Einsatz modernster Maschinentechnologie nach Form, Größe und spezifischem Gewicht sowie neuerdings teilweise auch durch optischvisuelle Verfahren (Farbausleser) separiert und vom gesunden Getreide abgetrennt. Diese Reinigungsverfahren stehen allen Teilnehmern der Getreidewirtschaftskette zur Verfügung und stellen insofern kein "Privileg" der Mühlenwirtschaft dar: Je früher unerwünschte Belastungen aus dem Getreide entfernt werden, desto größer ist die Lebensmittel-Sicherheit. Allerdings haben die extreme Trockenheit und Hitze des Sommers 2003 mit ihrer großen Bandbreite im Befall besonders hohe Anforderungen gestellt. Die Abtrennung von Mutterkörnern mit physikalischen Methoden war insbesondere bei Partien mit sehr vielen zerbrochenen Körnern schwierig. So erscheint es auch erklärlich, dass trotz größtmöglicher Sorgfalt über teilweise leicht erhöhte Analysenwerte in Roggen aus der Ernte 2003 berichtet wurde. Allerdings kommen Produkte aus Roggenpartien mit deutlich überhöhten Mutterkornanteilen in der Regel gar nicht erst in den Verkehr und gelangen somit auch nicht in die Nahrungskette.
Frage: In einigen Presseveröffentlichungen gab es jüngst reißerisch aufgemachte Berichte über eine angebliche Gesundheitsgefährdung der Bundesbürger durch Mutterkorngifte. Was sagt dazu der Fachmann? Dr. Münzing: Die Bedenken hinsichtlich einer Gefährdung für
Mensch und Tier durch die Mykotoxine von Claviceps purpurea bzw. Mutterkorn
sind aus mehreren Gründen unberechtigt. Frage: Wie schätzen Sie die aktuelle Situation ein? Frage: Was können die Mühlen als Schaltstelle für
Qualität zwischen Feld und Backstube tun? Frage: Welche Schlussfolgerung ziehen Sie aus den wissenschaftlich
fundierten Untersuchungsergebnissen für Mahlerzeugnisse, Brot und
Backwaren? Detmold, im November 2004 Lesen Sie dazu außerdem den ernährungswissenschaftlichen Rat von Prof. Dr. Helmut Erbersdobler (Universität Kiel): "Bloß nicht auf Roggen verzichten!" Zurück zur Übersicht © 2000-2008, GMF-Info |