Wirtschaft


Entwicklung der Herstellung von Backwaren*) aus Brotgetreide-Mahlerzeugnissen

(Weichweizen/Roggen, Nahrungsverbrauch/Inlandsbedarf)
Getreidewirtschaftsjahr
(= Juli bis Juni)
Kilogramm
(pro Kopf und Jahr)
1970/71 69,2
1975/76 69,2
1980/81 72,8
1985/86 76,5
1990/91 80,0
1995/96 82,2
2000/01 84,9
2005/06 85,6
2006/07 84,1
2007/08 84,6
2008/09 84,2
2009/10 82,4
2010/11 84,2
2011/12 83,0
2012/13 82,0
2013/14 81,1
2014/15 80,1
2015/16 80,8
2016/17 80,0
2017/18 80,9



ab 1990/91 gesamtdeutsch
Quelle: GMF/VDM 2018**)


*) in Anlehnung an Produkteinteilung und -beschreibung nach der Systematik der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG). Danach gehören zu „Backwaren“ die beiden Untergruppen „Brot“ (einschl. Kleingebäck) und „Feine Backwaren“ (einschl. Dauerbackwaren), d.h.: Enthalten sind sowohl das klassische Brot- und Brötchensortiment, als auch Kleingebäcke (wie z.B. Brezeln oder Hamburger-Buns), Halbfertigprodukte und TK-Teiglinge zum Aufbacken und die aus Haushaltsmehlen selbst gebackenen Brote und Kleingebäcke. Weiterhin die "Feinen Backwaren" im engeren Sinne (d.h. süß) wie z.B. Siede- und Plundergebäcke, Blechkuchen (mit Streusel, Obst etc.), Kuchen, Torten, Croissants oder Hörnchen, Plätzchen oder Kekse sowie so genannte Kombinationsbackwaren (= herzhaft-pikante Backwaren wie beispielsweise Pizzen, Zwiebelkuchen, Pizza-Baguettes u. ä. Backsnacks, Käse- bzw. Schinkenstangen; sowohl frisch gebacken wie auch als TK-Produkte für Privat- und Großverbraucherhaushalte). Nicht enthalten sind die Anteile von Mahlerzeugnissen aus den Brotgetreidearten Weichweizen und Roggen, die in anderen Bereichen der Lebensmittelherstellung verwendet werden: z.B. für Teigwaren, Suppen, Soßen, Stärkeerzeugnisse, Süßwaren, Fertiggerichte und Babynahrung.
**) berechnet nach den Jahresproduktionszahlen für Backwaren in Deutschland auf der Grundlage der Brotgetreide-Vermahlung zum Nahrungsverbrauch als Mehlherstellung für die Inlandsverwendung im Backgewerbe und verwandten Bereichen unter Verwendung der jeweils aktuellen DeStatis-Bevölkerungsfortschreibungen, ab 2010/11 auf Basis des Zensus 2011; ab 2013/14 modifizierte statistische Erhebungsgrundlage nach Marktordnungsmeldeverordnung.



Die Lieblingssorten der Bundesbürger bei Brot und Brötchen


Unsere Vielfalt bei Brot und Kleingebäck ist weltweit einmalig. Das spiegelt sich auch wider in den ebenso vielfältigen Lieblingssorten der Bundesbürger. Diese wurden in einer repräsentativen Verbraucherbefragung im Auftrag der CMA-Marktforschung ermittelt: Brot kommt bei 94 Prozent der Bundesbürger täglich auf den Tisch. Ganz oben in der aktuellen „Brot-Hitliste“ liegt mit 28 Prozent der Nennungen die Gruppe der Vollkornbrote - als „Schwarzbrote“ eine typisch deutsche Angelegenheit. Platz 2 der Hitliste belegen die Mehrkorn- und Spezialbrote (24 %), dicht gefolgt von den traditionsreichen Roggen-/ Roggenmischbroten. Anschließend wird es „heller“, was die Brotvorlieben angeht: 15 % wählen „Weißbrote“ (inkl. mediterranen Spezialbroten und Toast), jede(r) Zehnte mag am liebsten die hellere (Weizen-) Mischbrotvariante. Der Vergleich mit früheren Meinungsumfragen zeigt zwei neue Trends: Erstens in Richtung „Schwarz“brot, d.h. zu Vollkorn- bzw. Schrotbroten, und zweitens zu „Weiß“brot, sprich zu den hellen Weizenbroten bzw. auch zum Toastbrot. Kleingebäcke gewinnen als abwechslungsreiche Ergänzung des klassischen Brotsortiments zunehmend an Bedeutung. 14 Prozent aller Bundesbürger greifen mindestens einmal täglich zu Kleingebäcken, und über die Hälfte (58 %) tun dies ein- oder mehrmals pro Woche. Bei den Lieblingsbrötchen stehen die „normalen“ Weizenbrötchen der Brötchen-Semmel-Schrippen-Gruppe mit 28 Prozent der Nennungen ganz oben. Die „Körner“-Brötchen (26 %) liegen ganz knapp hinter ihnen auf Platz 2, gefolgt von den Spezialbrötchen mit Ölsaaten/Gewürzen (22 %) und anderen herzhaften Spezialbrötchen (wie etwa mit Käse, Zwiebeln, Speck: 11 %). Roggen- und Bauernbrötchen als herzhafte Variante einerseits und die süßen Spezialbrötchen (mit Milch, Rosinen etc.) andererseits runden mit 8 bzw. 6 Prozent der Nennungen das Lieblingssortiment bei Brötchen ab.

Tabelle 1: Lieblingssorten bei Brot

Sortengruppe mit Nennungen in %
Vollkorn-/"Schwarz"brote 28
Mehrkorn-/Spezialbrote 24
Roggen-/Roggenmischbrote 22
Weizen-/"Weiß"brote 15
Weizenmischbrote 11


Tabelle 2: Lieblingssorten bei Brötchen

Sortengruppe mit Beispielen und Nennungen in %
Weizenbrötchen: Brötchen/Semmeln/Schrippen (inkl. Baguette-/Ciabattabrötchen) 28
"Körner"brötchen: Mehrkorn-/Vollkorn- bzw. Schrotbrötchen 26
Spezialbrötchen mit Ölsaaten oder Gewürzen (wie Mohn, Sesam, Kümmel, Kürbis-/Sonnenblumenkernen) 22
Spezialbrötchen mit Käse, Zwiebeln, Speck etc (inkl. Laugen-/Salzbrötchen) 11
Roggen-/Bauernbrötchen 8
Süße Spezialbrötchen mit Milch, Rosinen etc. 6


Quelle: CMA-Trendbarometer Brot & Kleingebäck 2006/2007



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