Erntefeld

Brotgetreide-Ernte 2020

Beim Weizen haben die Landwirte ihre Anbauflächen eingeschränkt: Die 2,8 Mio. Hektar unterschreiten erstmals den „Dekaden-Standard“ von mehr als drei Millionen. Die Hektarerträge der Hauptfeldfrucht Winterweizen liegen im Bundesdurchschnitt deutlich über den beiden Vorjahren und mit rund 79 Dezitonnen fast genau auf dem Niveau der „Vor-Dürre-Jahre“. Insgesamt hat diese Ertragsbilanz jedoch mengenmäßig den Flächenrückgang nicht wettgemacht: Mit bundesweit 22 Mio. Tonnen Weichweizen fehlen rund drei Millionen gegenüber der mittleren Erntemenge von 2012/17. Beim Roggen ist die Fläche gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert geblieben. Im Bundesdurchschnitt liegen die recht guten Hektarerträge von 55 Dezitonnen um nahezu 10 Prozent über dem Vorjahr und damit auf dem Niveau der Jahre 2012/17. Daraus ergibt sich eine Erntemenge von rund 3,5 Mio. Tonnen, die gleichfalls wieder dem Mittel dieser zurückliegenden Jahre entspricht.

Unverändert groß ist die regionale Heterogenität der Brotgetreidequalitäten: Das zeigen die Schwankungsbreiten der Verarbeitungskennzahlen aus der Getreide- und Mehlanalytik in den Untersuchungen des Instituts für Sicherheit und Qualität bei Getreide (MRI-Detmold). Die beim Detmolder Erntegespräch der Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung (AGF) vorgestellten Ergebnisse zeichnen ein erstes Bild davon, was in der Praxis vom Getreidejahrgang 2020 zu erwarten ist.

Ausführlichere Zahlen und Fakten mit ersten Hinweisen für Bäckerprofis gibt es im "MEHLreport" (Ausgabe 30, September 2020) in der Mediathek.




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