Erntefeld

Brotgetreide-Ernte 2021

Die landwirtschaftlichen Ertragserwartungen wurden in diesem Jahr bei weitem nicht erfüllt, allerdings sind die Qualitäten bäckereitechnisch durchaus zufriedenstellend bis gut. Beim Weizen sind die Hektarerträge regelrecht eingebrochen: Obwohl die Anbauflächen des Winterweizens gegenüber dem Vorjahr leicht ausgedehnt wurden, ist die Erntemenge gesunken. Die Hektarerträge liegen im Bundesdurchschnitt mit rund 73,8 Dezitonnen um sechs Prozent unter dem Vorjahr und erreichen nur in wenigen Bundesländern das mehrjährige Mittel. Beim Roggen blieb die Anbaufläche nahezu unverändert. Auch hier sind zwar Ertragsrückgänge zu verzeichnen, aber mit minus vier Prozent nicht so ausgeprägt wie beim Weizen: Mit durchschnittlich 52,9 Dezitonnen entsprechen die Hektarerträge in etwa dem mehrjährigen Mittel, sodass die Erntemenge nur leicht unter dem Vorjahr liegt.

Die regionalen Unterschiede der Brotgetreidequalitäten sind auch 2021 witterungs- und vegetationsbedingt erneut groß, wie die erheblichen Schwankungsbreiten der Kennzahlen aus der Getreideanalytik am Institut für Sicherheit und Qualität bei Getreide (MRI-Detmold) zeigen. Die beim Detmolder Erntegespräch 2021 der Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung (AGF) vorgestellten Ergebnisse zeichnen ein erstes Bild davon, was in der Praxis vom neuerntigen Brotgetreide zu erwarten ist.

Ausführliche Daten und Fakten dazu mit ersten Hinweisen für Bäckerprofis gibt es im "MEHLreport" (Ausgabe 31, September 2021) in der Mediathek.




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